TRESORRARI

Woher unsere Daten kommen, und was fehlt

Das EinbruchsRadar wertet öffentliche Polizeimeldungen aus. Das ist kein vollständiges Lagebild, und wir wollen nicht so tun, als wäre es eines. Diese Seite zeigt offen, wie viel wir sehen.

5,6 %
der Wohnungseinbrüche sehen wir. Gemessen an dem, was die Polizeiliche Kriminalstatistik für diesen Zeitraum erwarten lässt.
383
Wohnungseinbrüche haben wir in den letzten 30 Tagen aus öffentlichen Meldungen erfasst.
6.815
wären es rechnerisch, hochgerechnet aus der PKS 2025 auf denselben Zeitraum.
51,2 %
unserer erfassten Taten tragen keine Ortsangabe, die wir sicher zuordnen können.
Die wichtigste Zahl auf dieser Seite ist die erste. Wenn wir schreiben, dass in einem Bundesland so und so viele Einbrüche erfasst wurden, dann heißt das: so viele haben wir in öffentlichen Meldungen gefunden. Es heißt nicht, dass nur so viele passiert sind. Der Abstand zwischen diesen beiden Zahlen ist groß, und er gehört sichtbar gemacht.

Was wir erfassen

Wir lesen laufend öffentlich zugängliche Pressemeldungen der Polizeidienststellen und Landespressestellen aus, dazu die offiziellen Meldungsportale der Länder. Aus jeder Meldung ziehen wir Ort, Zeit, Tatobjekt und Beute, ordnen mehrere Meldungen zur selben Tat zusammen und verorten sie auf Kreisebene. Als Grundlast kommt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA dazu, die jährlich erscheint.

Warum das unvollständig ist

Es gibt drei Lücken, und alle drei sind strukturell:

Was es in Deutschland gibt, und was nicht

Es gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik: bundesweit, verlässlich, aber jährlich und aggregiert. Für ein aktuelles Lagebild ist sie zu langsam. Es gibt die Pressemeldungen der Länder: aktuell, aber unstrukturiert, in Auswahl und in unterschiedlichen Formaten. Was es nicht gibt, ist ein offener, vollständiger, zeitnaher und maschinenlesbarer Datensatz zu Einbruchskriminalität.

Andere Länder sind da weiter. Großbritannien veröffentlicht über police.uk offene Kriminalitätsdaten auf Straßenebene, monatlich aktualisiert und über eine Schnittstelle abrufbar. In den USA betreiben viele Städte eigene Open-Data-Portale mit tagesaktuellen Einsatz- und Deliktdaten. Vergleichbares fehlt hier.

Hinweise willkommen. Wenn Sie eine Datenquelle kennen, die wir übersehen haben, ob offenes Landesportal, Schnittstelle, Forschungsdatensatz oder ein Weg über das Informationsfreiheitsgesetz: schreiben Sie uns. Jede Quelle, die die erste Zahl auf dieser Seite nach oben bringt, macht das Radar besser. Kontakt steht im Impressum.

Unsere Quellen

Eine Genauigkeitsnotiz in eigener Sache: wir summieren die PKS auf Kreisebene. Diese Summe liegt je Jahrgang wenige Fälle unter dem amtlich ausgewiesenen Bundeswert, weil sich nicht jeder Fall einem Kreis zuordnen lässt. Für 2025 sind das 9 Fälle Unterschied bei rund 82.920. Das ändert an den Größenordnungen nichts, gehört aber gesagt.

Wie wir mit den Zahlen umgehen